Tag 2

Jun. 10th, 2012 12:24 pm
lucindana: (Default)
 Ich werde immer ungeduldiger, je schneller sich die Welt dreht. Mit was für einer Geduld bin ich in den neunzigern vor meinem uralten PC gesessen und habe gewartet, bis die Seite geladen war. Wenn Websites heute nicht innerhalb von drei Sekunden vollständig angezeigt werden, macht mich das rasend. Dabei gibt es gar keinen Grund, denn meist habe ich alle Zeit der Welt, wenn ich im Internet unterwegs bin. Vor allem, wenn ich nur meine Zeit dort vertrödele. 

Ein künstlich erzeugtes Aggressionspotential. 

Geduld ist keine Tugend mehr. 

So ausgelutsch sie auch sind, im Kern dieser ganzen "Mut zur Ruhe" Ratgebern steckt Wahrheit. 
Ich bin eine ruhige Persönlichkeit und rein von der Vernunft her weiß ich, dass es nichts bringt, sich aufzuregen. Dass es auch überhaupt keinen Grund gibt, sich über eine zu langsam ladende Website aufzuregen. Wie gesagt, ich habe Zeit. Und selbst zwei Minuten sind nicht lang. Das müsste ich doch aushalten können. 

Warum werden wir, oder warum trimmen wir uns so sehr auf eine Überholspur? 

Es wird Zeit meine Gelassenheit wieder zu finden und den Kopf einzuschalten und in diesem Fall die Vernunft vorzuziehen. 
Die Website ist zur Zeit nicht zu erreichen. Kein Problem. Ich habe den ganzen Tag Zeit, ich kann und werde warten. Dann schaue ich einfach später noch einmal nach. (Später heißt nicht, dass ich die Seite im Abstand von wenigen Sekunden neu lade.)
Mir geht dabei nichts verloren und ein Grund aggressiv zu werden, ist das noch lange nicht. 

Nun habe ich die Zeit mit Schreiben überbrückt und der Himmel ist mir nicht auf den Kopf gefallen, die Welt ist nicht untergegangen, ich lebe noch und alles ist so gut, wie es vorher war. 

Ich könnte mal wieder vom Internet loskommen und ein Buch lesen, anstatt Fanfiction. 

Eins nach dem anderen. ;)

Morgen ist auch noch ein Tag. 
 
lucindana: (elefant)
Warnung vor dem Nonsense

Die Musik zu sieben ist auch nicht schlecht. Vor allem mit Kopfhörern. Es ist Wassergeräusche und Herzklopfen. Psychedelisch. Gut für gruselige Atmosphäre.
 
Nummer 6 sind Geräusche aus einer Bibliothek oder so etwas. Das Rascheln von Papier, Menschen, schlagende Türen im Hintergrund.
 
Zwei ist Zen. Klangschalen.
 
Musik beeinflusst mich beim Schreiben, vielleicht sollte ich das lassen.

Dafür würde es sich lohnen mit zehn Fingern und vor allen Dingen blind schreiben zu können. Das ist doch die Idee zum perfekten schreiben. Blind. 
 
So sollte ich meine Geschichten immer tippen: mit geschlossenen Augen. Weder auf die Tastatur, noch auf den Bildschirm sehen, sondern ganz den Kopf auf die Worte konzentrieren. Auf die Bilder und ich merke gerade, dass ich erstaunlich wenige Fehler mache. 
 
Zumindest weniger Fehler, als ich gedacht hätte. Anscheinden habe ich schon so viel oder zumindest genug geschrieben, dass meine Finger die richtigen Tatsten mittlerweile wirklich aus dem Instinkt heraus blind finden. 
 
Das fasziniert mich jetzt. Ich werde die Texte danach natürlich unglaublich intensiv bearbeiten müssen, allein was die Rechtchreibung angeht. Denn ganz fehlerfrei tippen kann ich mit dieser Methode natürlich nicht. Aber dafür, dass noch kein richtiges 10 Fingern schreiben mache und hier wirklich quasi blind drauflos tippe, geht das gut. So könnte ich gar am national novel writing month teilnehmen. 
 
Das entspannt auf jeden fall die Augen gewaltig. Ich darf nur nicht denken; wenn ich anfange darüber nachzudenken, wo genau sich die richtigen Tasten verbergen, dann fange ich an zu straucheln. 
 
Doch die Musik... ich weiß nicht. Musik lenkt mich ab, bzw beeinflusst mich zu stark. Klar muss man seine Muski so auswählen, dass sie zu den Szenen passt, die man schreibt. Allerdings weiß ich vorher nie genau, was ich schreibe. Und dann kann ich meine Gedaken nicht mehr ganu den freien Lauf lassen, wie ich es wollen würde. 
 
Musik 5 ist Klavier. Ich lasse alle Stücke nac einander laufen und höre mir dann an, was mir ab besten gefällt - nun bin ich ganz raus.
 
Man soll ja am Tag einfach mal irgendetwas scheiben und seien es nur sinnlose Worte. Diese Texte interessieren keinen Menschen und sie sollen auch niemanden interessieren. Das muss man dann auch nicht veröffentlichen, es geht ur darum eine Schreibroutine zu entwickeln. An sich eine gute Idee. 
 
Nicht nur ansich, ich glaube, das sollte ich ab jetzt anfangen. Ein gute Vorsatz, obwohl Sylvester lange vorbei ist. 
 
Jeden Tag ... 300 Worte. Mindestens. Gerne mehr, aber 300 sind ein gutes Ziel für den Anfang. Nicht ganz so leicht zu erreichen wie hundert, aber auch nicht so schwer wie ... 1000 zum Beispeil. 
 
Ja, das mache ich nun. Jeden Tag schreiben. Jeden Tag irgend einen Mist verzapfen und sei es nur sinnloser Müll. Track 7 ist interessant. Ist das ein Stabsauger? Das ist ein Staubsauger. Herzschlag, Wasser und ein Staubsauger. Alles hört sich an, als länge man in der Badewanne, die Ohren unter Wasser.  
 

~Tag 1 Nonsense Ende ~

Geschrieben mit www.ommwriter.com/  , falls sich jemand dafür interessiert.  (Für das Programm oder einfach dafür, was ich hier eigentlich so halbherzig kommentiere.) 

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