lucindana: (katzenaugen)
Autoren möchten Reviews haben, um sich zu verbessern.

Autoren sollten auf Kritiken in Reviews hören, um sich zu verbessern. 

Zuerst einmal: Höher -> weiter -> schneller ..? 
Warum immer das Drängen darauf, dass alles und jeder sich verbessern muss? Manch einer ist mit dem Ist-Stand zufrieden. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden. 


Ein Gedanke, der mich schon eine Weile verfolgt:
 
Als Autor bekommt man zu hören, dass man auf die Kritiker hören soll, um sich zu verbessern. Die Kritiker sind aber selbst Autoren, die genau das zu hören bekommen. Woher kommt dieser scheinbar unerschütterliche Glaube, dass ein Leser automatisch weiß, wie es besser geht? Vor allem, wenn der Leser auch gleichzeitig Autor ist. Der in den meisten Fällen selbst Verbesserungsbedarf hat?  

Ich gebe zu, dass ich oft Reviews lese die Kritik enthalten oder als solche gekennzeichneten "Verbesserungsvorschläge", mir dann die Geschichten des Kritikers ansehe und denke ... wenn du deine eigenen Tipps einhalten und mal an deinen Unzulänglichkeiten arbeiten würdest, sähen deine Geschichten auch anders aus. 

Meistens wissen Autoren nicht wirklich, wie man es besser macht, sondern wie man es anders macht.  Und anders ist nicht immer besser.

Das ist ein Gedanke, den nach meinem Empfinden viele als Motivation nutzen, um einen Verbesserungsvorschlag in ein Review zu packen. Ob der Vorschlag wirklich eine Verbesserung bewirkt ist zweifelhaft, aber es scheint immer gut zu sein, dem Autoren zu erzählen, was er anders machen könnte. Am besten so anders, dass er es so macht, wie der Leser es als Autor machen würde. Wenn man versteht ... ;) 

Dann ist die Geschichte nicht zwingend besser, entspricht aber mehr dem Geschmack dieses einen einzelnen Lesers. Es wäre eine subjektive Verbesserung in den Augen eines einzelnen. 

Letztendlich sollte nie vergessen werden, dass  ein Review nur die subjektive Meinung eines Lesers ist und einen einzigen Geschmack widerspiegelt. Wer nach Verbesserung strebt, der muss Meinungen sammeln und das herausfiltern, was einen selbst voran bringt. Und sich nicht von einzelnen sagen lassen, was diese meinen, das ihn voran bringen sollte. 

Und das ein Hobbyleser nicht wirklich weiß, wie es besser geht, kann man ihm nicht einmal zum Vorwurf machen. Woher auch. Woher soll er es wissen? Woher soll ein Hobbyautor wissen, wie man sein schriftstellerisches Handwerk verbessert, wenn er selbst das Handwerk noch nicht beherrschen ...  weil er eben Hobbyautor ist.

Der Punkt ist, dass sie Laie bleiben, auch wenn sie lesen und dann "Kritik" geben.

Genau das scheint aber im Denken einiger nicht der Fall zu sein. Da gestehen sie als Autor ihre Fehler und Unzulänglichkeiten ein, werfen aber als Leser mit Tipps und guten Ratschlägen um sich, als wären sie Koryphäen der Literatur. 
 
Ich frage mich, warum oft davon ausgegangen wird, dass Hobby-Laien- Leser / Kritiker wissen wie es besser geht, wenn die Hobby-Laien-Schriftsellern es nicht gut genug machen, bzw. Verbesserungsbedarf haben.
 
Vor allem wenn, wie in vielen Fällen hier auf ff.de, Schriftsteller und Leser/Kritiker ein und dieselbe Person sind. 
 
Wenn all jene als Kritiker das Wissen und die Erfahrung hätten, um Autoren helfen zu können sich zu verbessern, dann mögen sie es als Autor selbst nutzen. 

Lieber mal im eigenen Garten Unkraut jäten, als in dem des Nachbarn (mit der Lupe) danach zu suchen. 

 Und wer sich nicht den Vorstellungen und Geschmäckern anderer anpassen  verbessern möchte, der hat jedes Recht dazu es getrost bleiben lassen. 

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