lucindana: (Oh no!)
[personal profile] lucindana
Ooookay.

Schreiben. Ich schreibe. Das ist ja schon einmal gut. Ganz toll. Wirklich. Aber warum muss ich was neues anfangen?

Warum?

Ich meine, ich kann jetzt schon mit an ziemlicher Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit sagen, dass dieses neu begonnene Dokument auf meiner Festplatte versauern wird. Es gibt noch nicht einmal einen Plot. Noch nicht einmal eine Idee zu einem Plot, nur völlig sinnlose und unzusammenhängende Szenen. Wat soll ich denn damit?

P.S.: Zu mehr als zu Jammerposts reicht es hier irgendwie nie ...

Dann speichere ich mal den Beginn meiner neuen ... AdL (Ausgeburt der Langweile) als reines Backup hier ab. Mein Mac macht Mätzchen. Ich hoffe, er hält noch bis zum Frühling durch.


Titel: Magst du mich?
Untertitel: Das letzte Jahr
Art: kurzer Mehrteiler
Fandom: Harry Potter
Genre: Drama, Romanze
Charaktere: Lucius Malfoy; Severus Snape; Narcissa Malfoy; Lily Potter
Pairing: LM/NM; SS/LP angedeutet -> Kanon eben; LM/LP angedeutet
Rating: P16
Warnung: Charakterstudie; Kanon; Lemonwarnung: Keine
Inhalt: Das letzte Jahr unter Voldemorts Herrschaft führt vier Menschen auf ganz unterschiedliche Arten zusammen.

A/N: Canon; IC; Vermeidung von Klischees, trotz einiger Seitenhiebe. Das Thema "arrangierte Ehe" hat mich, vor allem im Bezug auf Lucius und Narcissa schon immer interessiert. Mir gefiel jedoch bis dato keine Umsetzung. Ebenso fröne ich mit dieser Geschichte meiner Vorliebe von eigentlich unmöglichen Pairings und ungewöhnlichen Charakterkonstellationen, auch wenn dies hier nur am Rande thematisiert wird.

Disclaimer: J.K.Rowling, WB und all die weiteren Rechtsinhaber, vom Buch über Merchandise. Ähnlichkeiten mit anderen Werken, ob Original oder Fanfiktion, sind nicht beabsichtigt.

Magst du mich?
Eine Fanfiktion von Lucindana Sakurazukamori

~

Auf das, ein Weh dem Licht entgegenrausche, größer weit als meines ist.

(Kassandra)

~






Menschen. Menschenatmen, schnaufende Herren, hechelnde Damen, schnaufende Elfen und mitten in all dem Chaos ihre Maske und ihre meisterlich maskenhaft strahlenden Eltern. Narcissa wünschte sich, ihr würde schwarz vor Augen. Eine Ohnmacht, passend zum Klischee. Doch kein Wunsch würde ihr heute, an ihrem Tag, erfüllt werden.

Wie so oft ging es nur um die anderen.

Die Familie.

Sie lächelte, denn sie selbst hatte es ja nicht anders gewollt.

Dies sagte sie sich immer und immer wieder und doch schaffte sie es nicht, sich selbst zu überzeugen. War dies nun als ein Gutes, oder als ein schlechtes Zeichen zu werten? Auch diese Frage blieb unbeantwortet und Narcissa vertrödelte mehr Zeit, gab sich einer weiteren Unmöglichkeit hin, indem sie versuchte, nicht zu denken.

Aus den Augenwinkeln betrachtete sie ihren Ehemann.

Lucius lehnte sich weg von ihr, zu seinen Gesprächspartnern. Alte Männer, die nur wiederkäuten. Er musste ihre Worte aberhundert mal gehört haben, all die alten Geschichten des alten Blutes, wie sie selbst. Seine Haltung erinnerte sie an Flucht. Die Flucht, die ihr nicht gelang und nun war es zu spät.

Strudel. Apfelstrudel aus dem Tisch und um sie herum ein Strudel aus noch mehr Menschen, Gesichtern und aberwitzigen Geschenken. Darüber hing wie ein Damoklesschwert die Schuld in den Augen ihres Vaters.

"Bist du dir sicher, Prinzessin?", hatte er gefragt. Wieder und wieder. Als bete er darum, dass sie irgendwann verneinen würde. Wo er selbst doch Lucius Malfoy als die perfekte Wahl vorgestellt und regelrecht angepriesen hatte. Nun, das preisen hatte ihre Mutter übernommen, doch ihr Vater war sehr eifrig dabei gewesen, ihr zuzustimmen.

"Es geht mir gut, Vater." Narcissa hatte gelächelt. Ihre Mundwinkel hatten dabei geschmerzt. Du wirst mich nicht verlieren, hatte sie in der Stille ihrer Gedanken hinzugefügt und gehoffte, dass sie sich nicht selbst belog.

Alles für die Familie.

Sie bewunderte und hasste Andromeda gleichermaßen für das, was sie getan hatte. Durchzubrennen. Doch warum in aller Welt mit einem Muggel? Nicht einmal ein Halbblut, ein Muggel. Bellatrix' zorniges Brüllen hallte nach.

Bella. Ihre Schwester war weitaus abgebrühter als sie selbst. Noch bevor der Skandal überhaupt an die Oberfläche der Öffentlichkeit geschossen war - und dabei handelte es sich nur um eine Frage von wenigen Tagen - hatte Bella sich auf den erstbesten gestürzt und aus eigener Kraft einen Ausgleich geschaffen. Dem Skandal musste entgegengewirkt werden. Narcissa suchte kurz nach ihrem Schwager, welcher verloren am Rand der Menge stand, als wüsste er noch immer nicht, wie ihm geschah. Die Hochzeit der Bellatrix Black mit dem jungen Rodolphus Lestrange hatte Wogen geschlagen. Doch die Wogen waren nicht hoch genug.

Lucius Malfoy galt als gute Partie, allerdings auch als schwer vermittelbar, da er auffallend wenig Interesse in bestimmte Richtungen zeigte. Vielleicht ein Grund, warum auch von seiner Familie aus die Zustimmung für dieses Arrangement recht rasch geschah.

Narcissa fragte sich plötzlich, wer ihr Mann eigentlich war.

Etwas sackte in sich zusammen. Nach unten, immer tiefer. Sie starrte auf ihren überladenen Teller und blinzelte. Sie war knapp zwanzig Jahre alt, verheiratet mit einem Mann, der ihr völlig fremd war. Heute umgezogen, hinaus aus dem Heim ihrer Kindheit, in ein Haus, welches ihr fremd war, zu Menschen, die sie nicht kannte.

Stühle scharrten über den Boden. Musik und Tanz. Wirbelnde Gewänder. Ihr eigenes Parfüm kitzelte sie in der Nase. Lallende Lieder, heftige Gesten. Ein Knall. Leises Getuschel. Warme Worte, die kalt klangen. Schritte. Knarren. Treppen. Ein Raum, ein Bett. Vorhänge, die sich leise im Wind bewegten.

Lucius schloss die Fenster, Narcissa die Tür. Sie legte den Riegel davor. In ihrem Rücken vernahm sie das prasseln eines frisch entfachten Kaminfeuers. Langsam drehte sie sich um und der Augenblick schwebte.

Sie waren allein.

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